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Transportwege entfallen

EKT neu in der Klinik Zugersee

Ab Herbst 2026 bietet die Klinik Zugersee die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) direkt vor Ort an. Damit entfällt der umständliche Weg für die Patientinnen und Patienten, die bisher für jede einzelne Sitzung ins Akutspital gebracht werden mussten. Künftig erfolgt die Therapie im gewohnten klinischen Umfeld der Klinik Zugersee.

Die Behandlung findet an zwei halben Tagen pro Woche, in den eigens dafür umgebauten Räumlichkeiten im Erdgeschoss von Haus F statt. Die Elektrokonvulsionstherapie wird durch ein psychiatrisches Behandlungsteam der Klinik durchgeführt, die Kurznarkose übernimmt ein externes Anästhesieteam (rentanesth AG). Dieses personelle und räumliche Angebot stärkt die therapeutische Stabilität – insbesondere für stationäre Patientinnen und Patienten, die im vertrauten Setting verbleiben können. Die Intervention steht nicht nur stationären, sondern auch ambulanten Patientinnen und Patienten zur Verfügung.

Andreas Hüll,
Stv. Chefarzt

 «Die EKT in der Klinik Zugersee anbieten zu können, ist ein Meilenstein in der Behandlung unserer Patientinnen und Patienten.» 

Bei schweren Erkrankungen
Die EKT ist ein seit Jahrzehnten etabliertes, gut untersuchtes und sicheres Verfahren der interventionellen Psychiatrie. Unter Kurznarkose wird eine kontrollierte Hirnstimulation durchgeführt. Eine Behandlung dauert nur wenige Minuten. Die Methode zeichnet sich durch hohe Ansprechraten sowie gut kontrollierbare Nebenwirkungen aus, die in der Regel nur von kurzer Dauer sind (z. B. vorübergehende Gedächtnisschwierigkeiten). Eingesetzt wird sie insbesondere bei therapieresistenten Depressionen, Katatonien, schweren manischen Episoden, Schizophrenie und bei Suizidalität. Eine Behandlungsserie umfasst üblicherweise bis zu zwölf Sitzungen mit anschliessendem schrittweisem Ausschleichen. 

Mit dem neuen Angebot stärkt die Klinik Zugersee ihre Rolle im Bereich der interventionellen Psychiatrie in der Zentralschweiz. Die Durchführung der EKT im Haus ermöglicht kürzere Wege, reduziert die Belastung für Patientinnen und Patienten und unterstützt eine kontinuierliche Behandlung im vertrauten Umfeld. Zuweisungsmodalitäten und Ansprechpersonen werden rechtzeitig vor Inbetriebnahme kommuniziert.